13.11.2018: Vortrag zur Sicherheitspolitik – Deutschland als Akteur in der Welt

Am 13. November hielt Hauptmann Kristin Brinckmann, Jugendoffizierin der Bundeswehr, am Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium für die Q12 einen Vortrag zur Rolle Deutschlands auf dem Feld der internationalen Sicherheitspolitik. Die Jugendoffiziere der Bundeswehr sind vom Deutschen Bundestag beauftragt, als Experten im Rahmen der politischen Bildung insbesondere zum Themenbereich Sicherheitspolitik und internationale Kooperationen Wissen zu vermitteln.

Ausgehend von den aktuellen Sicherheitsrisiken, die die Welt bedrohen, wie internationaler Terrorismus, Migration, Ressourcenknappheit oder – eine relativ neue Entwicklung – Cyberkriminalität, entwarf Hauptmann Brinckmann das Konzept der vernetzten Sicherheit. Dieses besteht im abgestimmten Zusammenwirken von Polizei, Wirtschaft, Diplomatie, Entwicklungspolitik und Militär, um Krisenherde nachhaltig zu stabilisieren.

Mit Überraschung nahmen die Schüler zur Kenntnis, dass die Bundeswehr derzeit in 13 Auslandseinsätzen tätig ist, weil dieser Umfang in den Medien kaum thematisiert wird. Auf der Grundlage internationaler Partnerschaften, z. B. im Rahmen der NATO und auf Ebene der UN, wurden dann Sicherheitsstrategien, Hintergründe und Ziele von Auslandseinsätzen am Beispiel von Litauen und dem umfassendsten Einsatz der Bundeswehr in Mali dargestellt. Insbesondere die Komplexität des Konfliktes in Syrien, bei dem u.a. die USA und Russland gemeinsam gegen den IS kämpfen, sich andererseits jedoch in einem Stellvertreterkrieg – Russland auf Seiten des Machthabers Assad, die USA als Unterstützer der Rebellen – gegenüberstehen, beeindruckte die Zuhörer und zeigte gleichzeitig die Schwierigkeiten internationaler Sicherheitspolitik auf.