07.03.2026: Internationale Begegnung beim Praxistag der Schulsanitäter an der TH Rosenheim

Erste Hilfe, Teamarbeit und internationale Begegnung standen am Wochenende beim großen Praxistag für Schulsanitäter im Mittelpunkt. Rund 500 Jugendliche und 200 ehrenamtliche Helfer aus ganz Bayern kamen am 7. März an der Technische Hochschule Rosenheim zusammen, um in zahlreichen Workshops ihr Wissen rund um Notfallmaßnahmen zu vertiefen. Mit dabei waren auch engagierte Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums – sowie eine besondere Gästegruppe der Deutsche Schule Sofia aus Bulgarien.

Der Praxistag wird seit vielen Jahren von den bayerischen Hilfsorganisationen organisiert und gilt als eines der größten Fortbildungsangebote für Schulsanitätsdienste. In insgesamt 71 praxisnahen Workshops beschäftigten sich rund 500 Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter aus etwa 70 Schulen mit verschiedensten Notfallsituationen. Das Spektrum reichte von Wundversorgung und Knochenbrüchen über Verbrennungen, Vergiftungen und Allergien bis hin zur Herz-Lungen-Wiederbelebung mit automatisiertem Defibrillator. Auch der Umgang mit Drogennotfällen, Hyperventilation oder schweren Verletzungen wurde trainiert. Die Lehrkräfte konnten organisatorische und rechtliche Fragen klären. 

Für die Rosenheimer Teilnehmer war das Wochenende zugleich Teil eines besonderen internationalen Austauschs. Bereits am Freitag hatten die Gäste aus Sofia das Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium besucht. Bei Unterrichtsbesuch und einem Mittagessen lernten sich die Jugendlichen näher kennen und tauschten Erfahrungen aus ihren Schulsanitätsdiensten aus.

Am Nachmittag stand dann ein Besuch beim BRK Rosenheim auf dem Programm. Dort erhielten die Schulsanis spannende Einblicke in den Rettungsdienst in Bayern. Besonders beeindruckend war für viele die Gelegenheit, einen Rettungswagen aus nächster Nähe zu erkunden und die medizinische Ausrüstung kennenzulernen.

Der eigentliche Praxistag bot dann am Samstag neben den Workshops auch zahlreiche Einblicke in die Arbeit von Hilfsorganisationen. Weitere Rettungsfahrzeuge, eine Rettungshundestaffel, Drohnen, Boote sowie Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und THW konnten besichtigt werden. Ein Fachvortrag der LMU München zum Thema Schädelhirntrauma und Gehirnerschütterung rundete das Programm ab. 

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Schulsanitätsdienstes. Neben medizinischem Wissen würden dort wichtige Fähigkeiten wie Teamarbeit, Verantwortungsbewusstsein und Entscheidungsfähigkeit vermittelt – Kompetenzen, die auch über den Schulalltag hinaus von großer Bedeutung seien.

Für die Schulsanis des SFG und ihre Gäste aus Sofia blieb vor allem eines: viele neue Erfahrungen, praktische Fähigkeiten – und eine internationale Freundschaft im Zeichen der Ersten Hilfe.